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Aktuelles Eine Reise durch das Buch: YOUCAT Liebe für immer

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Eine Reise durch das Buch: YOUCAT Liebe für immer

Sehnsucht? Zurecht!

Sehnsucht nach jemandem oder nach etwas zu haben, galt lange als etwas, das man besser überspielt. Auf niemanden angewiesen zu sein und alleine zurechtzukommen, das war groß angesehen. Doch gerade jetzt entdecken wir wieder neu: Sich zu sehnen ist ein Kompass. Er zeigt an, wonach dein Herz sucht.

min Lesezeit | 31. August 2026 | YOUCAT Communications

Warum wir uns sehnen

Sehnsucht ist meistens aber auch unbequem. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht vollständig sind, dass etwas fehlt und öffnet auch die Angst, dass die Vorstellungen, die wir über das Fehlende haben, nicht der Realität entsprechen werden. Deshalb lernen wir oft früh, sie zu unterdrücken: nichts zu sehr wollen, niemanden zu sehr brauchen, sich abzusichern, bevor man enttäuscht wird.

Doch Sehnsucht ist ein in uns eingebauter Hinweis darauf, dass wir für Beziehung und echte Nähe gemacht sind. Manchmal spürt man diese Sehnsucht kaum noch. Man hat gelernt, sich zu schützen, indem man gar nicht erst hofft. Wenn dich das Wort "Liebe" eher kaltlässt als bewegt, ist das kein Urteil über dich. Es ist meist die Folge von Erfahrungen, die dich gelehrt haben, vorsichtig zu sein.

Die entscheidende Frage, die wir uns alle im Laufe unseres Lebens mehrfach stellen dürfen ist: "Was hat mich gelehrt, mich zu schützen und darf ich diesen Schutz heute Stück für Stück loslassen?"

Sehnsucht als Antrieb

Stell dir Sehnsucht wie Treibstoff vor: Sie selbst ist nicht das Ziel, aber ohne sie kommt keine Rakete vom Boden. Sehnsucht bringt dich in Bewegung, hin zu echten Beziehungen, zu Wachstum. Und wenn du ehrlich in dich hinein hörst, wirst du merken: Hinter der Sehnsucht nach einem Menschen liegt oft eine größere Sehnsucht: Nach bedingungsloser Annahme, nach einem Blick, der dich ganz sieht. Nach Gott und seiner Liebe, die einzige Liebe, die nie an ihre Grenzen kommt.

Wonach sehnst du dich wirklich?

Nimm dir einen Moment um deine Sehnsucht zu verstehen:

  • Wonach sehne ich mich gerade am meisten? Nach Nähe, nach Verstandenwerden, nach Ruhe?
  • Wann habe ich zuletzt zugelassen, mir diese Sehnsucht einzugestehen, statt sie zu überspielen?
  • Wenn ich glauben würde, dass diese Sehnsucht ein guter Kompass ist, wohin würde sie mich führen?

Du möchtest dich hier vertiefen? Lies die Seiten „Liebe und Sehnsucht" (S. 22), „Liebe lernen" (S. 23), „Liebe – etwas Flüchtiges" (S. 24), „Was, wenn die Liebe kaltlässt" (S. 27), „Leben ohne Liebe?" (S. 42), „Gott nötig?" (S. 43). Die Einleitung des Kapitels (S. 20–21) mit dem Franziskus-Zitat aus Amoris Laetitia 208.